[Blogtour] Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Donnerstag, 17. November 2016



Hallo Ihr Lieben
und 
Herzlich Willkommen

zur unserer Blogtour zu dem Buch

 "Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen"
 von 
Angela Mohr

Das heutige Thema, welches ich euch gerne näher bringen möchte, lautet:

Trauma/Traumabewältigung

Gestern habt ihr bei Nadja von den Bookwormdreamers etwas über "Sprache als eigene Hauptfigur" erfahren. Falls ihr noch nicht bei ihr wart, könnt ihr *hier* zu ihrer Seite gelangen. 

*~*~*~*

Was ist ein Trauma?

Wikipedia hat dazu folgendes zu sagen:


Als psychisches, seelisches oder mentales Trauma oder Psychotrauma Traumata, Traumen wird in der Psychologie eine seelische Verletzung bezeichnet. Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet allgemein Verletzung, ohne dabei eine Festlegung zu treffen, wodurch diese hervorgerufen wurde. In der Medizin wird mit dem Begriff Trauma, eine Verwundung bezeichnet, welche durch einen Unfall oder eine Gewalteinwirkung hervorgerufen wurde. Diese Verwendung ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Analog hierzu bezeichnet man in der Psychologie eine starke psychische Erschütterung, welche durch ein traumatisierendes Erlebnis hervorgerufen wurde, als Psychotraum. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet und kann sowohl das auslösende Ereignis, aber auch die Symptome oder das hervorgerufene innere Leiden bezeichnen. 

Aber was kann ein Trauma auslösen?

Da gibt es verschiedene Auslöser. Zum einen können es Kriegsereignisse, Unfälle oder auch Naturkatastrophen sein. Aber auch Vergewaltigungen und Folter etc. führen dazu, dass manche Menschen ein Trauma entwickeln. Selbst Erfahrungen mit Mobbing oder körperlicher/seelischer Gewalt und Züchtigung führen dazu.
Was weniger in Betracht gezogen wird, ist, dass ein Trauma einen Zeugen genauso beeinträchtigen kann wie das Opfer selbst. Traumata z. B. , die die Mutter während der Schwangerschaft erlebt, werden auf das ungeborene Kind übertragen, Traumata könne über Generationen weitergegeben werden.
Dazu kommt, dass derjenige, der eine belastende Situation erlebt, danach allein ist. Entweder, weil er wirklich allein ist, oder weil ihm niemand glaubt bzw. das eine Vertrauensperson fehlt. Dies führt häufig dazu, dass sich ein Trauma verfestigt.

 Ich selbst musste am eigenen Leib erfahren, dass niemand von einem Trauma gefeit ist. Denn als Ersthelfer, der versucht jemanden 15 Minuten lang wiederzubeleben und dabei daran scheitert, weil der Mensch, schon seit über 2 Stunden tot ist, ist es sehr leicht, dass die Psyche verletzt wird. Aber viel reden kann helfen. Nicht immer! Aber mir hat es geholfen....

Die beiden Protagonisten Aino und Nik leben mit ihren Traumata und bewältigen jedes auf ihrer ganz eigene Weise. Aino verarbeitet ihr Trauma durch Schweigen. Sie stottert seit sie 4 Jahre alt ist, und versucht ihre "Schuld" durch das Schweigen und den geplanten Eintritt in ein Schweigekloster zu begleichen. Den Auslöser ihres Traumas möchte ich nicht erzählen, weil ich dadurch einen wichtigen Punkt im Buch vorweg nehme. Jedoch hat Aino ihren eigenen Weg gefunden, dieses Trauma zu bewältigen. In Stresssituationen erzählt sie sich "Die Geschichte des Altaikriegers". Diese Geschichte beruhigt sie und ist so eine Art Mantra, dass sie sich immer wieder vorbetet, wenn sich Aino bedrängt oder bedroht fühlt.

Tja, und Nik?
Sein "Mechanismus", das Trauma zu bewältigen ist eine Abspaltung bzw. eine Schutzfunktion oder "Wächter",der den traumatisierten Teil schützen will. In extremer Ausprägung kann sich da z. B. eine multiple Persönlichkeit entwickeln. In abgeschwächter Form trägt jeder von uns diese Art "Wächter" in sich. Sie helfen uns den Alltag zu bestehen. Anderseits dienen dazu, bestimmte Dinge zu verhindern und uns unfrei zu machen.
Nik hat für sich eine Art innere Instanz aufgebaut, die er selbst Captain nennt. Er führt innere Dialoge mit dieser Instanz und dies sehr lebhaft und ziemlich lebendig. Durch den "Captain" hat sich Nik eine innere Distanz zu sich und der verletzten Seele eingerichtet. Der "Captain" beschützt ihn und bewahrt ihn, wieder einen Schritt zurückzugehen. Aber der Captain ist auch so eine Art "Teufelchen", das ihn gerne zu kleinen Schandtaten anstachelt.

Traumabewältigung

Abgesehen von den oben schon beschriebenen Arten, wie Menschen für sich Traumata bewältigen, gibt es natürlich Therapien, die auf fachlicher Ebene helfen.
 Im Allgemeinen gibt es verschiedene Therapieformen, die dienen können Traumata zu bewältigen.
Die Gesprächstherapie ist da die geläufigste. Ansonsten wird den Betroffenen auch durch Kunst-, Musik-, Einzel- oder auch tiergestütze Therapie geholfen. Es ist wichtig, den richtigen Weg zu finden. Dabei sollte man ganz individuell vorgehen und auch als Patient den Mut haben, einen anderen Weg einzuschlagen. Denn nur eine Therapie, die anspringt und hilft, ist eine gute Therapie.

*~*~*~*





Was müsst ihr tun, dann mit ihr eines der Bücher gewinnen könnt?

Beantwortet einfach bis zum
18. November 2016 um 23:59 Uhr 
die folgende Frage:


Nik und Aino haben jeder für sich einen Weg gefunden, ihre eigenen Traumata zu bewältigen. Was würde euch in den Sinn kommen, damit ihr ein traumatisches Erlebnis verarbeitet?


Morgen geht es bei BuchBria mit dem Thema "Ruslanddeutsche" weiter.

Viel Spaß und viel Glück weiterhin!





Teilnahmebedinungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. 
  • Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst du dich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
  • Das Gewinnspiel endet am 18.11.2016 um 23:59 Uhr.


Kommentare:

  1. Hallo,

    ich würde es wohl erst mal damit versuchen darüber zu reden.

    LG
    SaBine

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  2. Mit Freunden und der Familie darüber reden und dann was schönes zur Ablenkung unternehmen, vielleicht einen Urlaub.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  3. Hallo,
    gar nicht so einfach, das so aus dem Bauch heraus zu sagen. Klar hoffe ich, dass ich es schaffen würde, mich zu öffnen und mit Menschen, die mir nahestehen, darüber zu reden, um es zu verarbeiten. Mich nicht zu verkriechen, nicht versuchen, es alleine durchzustehen.

    lg, Jutta

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  4. Meine Familie und besonders meine Tochter um mich scharren und ganz viel eben dinge zur Abwechslung tun, denn bei meine Eltern würde ich auch nur viel zu viel grübeln und überlegen und würde so lieber immer mit meiner tochter nach draußen flüchten und vielleicht auch mir woanders professionelle hilfe suchen.....
    LG Jenny

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  5. Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Um ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten würde ich
    erstens profesionelle Hilfe holen , mit der Person reden
    und für die Person da sein.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  6. Hallo Caro,

    uff, kein leichtes Thema! Ich denke, wie andere hier schon vorgeschlagen haben, es in vielen Fällen helfen kann, sich alles von der Seele zu reden. Aber dazu ist man nicht immer gleich bereit - und auch nicht bei jedem.
    Ich denke, Kreativität kann ein Weg sein, um Traumata zu bewältigen, wie bspw. in der Kunsttherapie.
    Aber je nachdem, was einem widerfahren ist, braucht die Bewältigung sehr viel Zeit und Behutsamkeit.

    LG

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  7. Hallo,

    ich würde einerseits versuchen, mich in gewissen Situationen davon abzulenken, gleichzeitig würde ich mir aber auch (wenn das Trauma groß genug wäre) professionelle Hilfe holen...

    LG

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