[Rezension] Lieske, Tanya - Sommernachtstraum

Samstag, 28. Mai 2016

Quelle: Fischerverlage
Titel: Sommernachtstraum
Originaltitel: -/-
Autor: Tanya Lieske
Übersetzer: -/-
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2016
Verlag: Fischer Krüger
ISBN: 978-3-737-34018-2
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 336
Preis: 14,99€

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Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …

Quelle: Fischerverlage


Tanya Lieske ist Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin, u.a. für die »Literarische Welt« und den »WDR«. Seit 2006 moderiert sie im »Deutschlandfunk« die Sendung »Büchermarkt«. Außerdem unterrichtet sie Kreatives Schreiben, u.a. im Literaturbüro Düsseldorf. Tanya Lieske lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf, ein zweiter Schreibtisch steht in Irland.

Quelle: Fischerverlage



Ein Theaterstück als Schulprojekt ist schon etwas aufregendes. Ben und seine Schüler der 9. Klasse stürzen sich mit viel Spaß in diese Aufgabe rein. Aber das Stück von Shakespeare bringt die Schauspieler nicht nur auf der Bühne durcheinander. Auch neben der Bühne, im privaten Leben, spielt sich so manches Drama ab und die Schüler werden mit enormen Gefühlen und Problemen konfrontiert.

Um dieses Buch genießen zu können, muss man sich voll und ganz darauf einlassen. Jedes einzelne Wort sollte man aufsaugen, um das Ganze zu verstehen. Es geht um die erste Liebe, um Vertrauen und Verrat. Alles verbunden mit ganz viel Gefühl und Poesie. Also alles in bester Shakespeare Manier.

Die Autorin Tanya Lieske hat eine besondere Sprache angewendet, die hier gelesen und auch verstanden werden will. Hat man erstmal kapiert, worum es hier geht, erhält man ein wunderbar spannendes und schönes Buch. Der Schreibstil passte zum Thema. Auch Shakespeare ist bekannt für seine Art zu schreiben und zu dichten. Diese Poesie wollte die Autorin unbedingt in ihr Buch integrieren. Dies ist ihr an den meisten Stellen auch gelungen.

Jeder einzelne Charakter, und davon gibt es reichlich in diesem Buch, ist ein Individuum besonderer Art. Leider ist es mir nicht gelungen, mich mit den Charakteren verbunden zu fühlen. Dafür waren es einfach zu viele. Die Autorin hat nicht jedem den nötigen Raum gelassen, sich im Buch zu entfalten. Feinheiten gehen unter und lassen so manchen nur oberflächlich glänzen. Das fand ich sehr schade.

Es war zudem zeitweise auch etwas anstrengend, sich während des Lesens immer wieder auf eine andere Person zu konzentrieren zu müssen. Manchmal verlor ich sogar den Faden und wusste nicht mehr, um wen es sich handelte. Das alles hätte Tanya Lieske in meinen Augen besser machen können. Aber nichtsdestotrotz ist dieses Buch schon ein Besonderes. Es ist für Freunde und Liebhaber von Shakespeare genauso gedacht, wie für junge Menschen, die Bücher in einer etwas anderen Art geschrieben, lesen möchten. 



Dieser "Sommernachtstraum"  von Tanya Lieske glänzt mit einer Sprache, auf die man sich ganz und gar einlassen muss. Vielleicht hätten dem Buch weniger Charaktere gut getan. Feinheites eines Individuums gehen unter. Dennoch passt dieses Werk zum 400. Todesjahr des Dichters Shakespeare und huldigt ihn auf seine Weise. 

Von mir gibt es 


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