[Rezension] Daley, James Ryan - Jesus Jackson

Dienstag, 11. August 2015

*~*~*Infos zum Buch*~*~*


Titel: Jesus Jackson
Autor: James Ryan Daley
Verlag: Magellan Verlag
ISBN: 978-3-7348-5015-8
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 304 
Preis: 16,95€


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*~*~*Kurzbeschreibung*~*~*

Jonathan hätte nie erwartet, auf einem Footballfeld Jesus über den Weg zu laufen – und schon gar keinem, der Leinenanzüge und Goldkettchen trägt und mit vollem Namen Jesus Jackson heißt. Aber ein „spiritueller Berater“ taucht wohl gerade dann auf, wenn man ihn am meisten braucht. Denn wem kann Jon die Schuld am Tod seines Bruders Ryan geben, wenn er nun mal an keinen Gott glaubt? Jesus bringt ihn auf eine Idee: Was, wenn Ryan gar nicht verunglückt ist, wie alle behaupten? Was, wenn er ermordet wurde? Entschlossen macht sich Jon auf die Suche nach dem Täter und merkt fast zu spät, dass er die Antwort auf seine Fragen nur in sich selbst finden kann.

Quelle: Magellan Verlag

*~*~*Autor*~*~*


James Ryan Daley hat viele Talente. Er schreibt Bücher, programmiert Webseiten, unterrichtet Studenten und leitet ein Start-Up-Unternehmen. In seiner Freizeit sucht er gemeinsam mit seiner schlagfertigen Frau und seinen risikofreudigen Töchtern das Abenteuer - auch wenn er sich dabei immer wieder Blessuren zuzieht. Er lebt auf Rhode Island.

Quelle: Magellan

*~*~*Meine Meinung*~*~*

Als ich die ersten Seiten gelesen habe, habe ich zunächst befürchtet, dass ich eine Art Bekehrungs-Geschichte vor mir habe. Aber dem war nicht so. "Jesus Jackson" ist ein durchaus sympathischer Roman, der Beachtung finden sollte.

Jonathan hat gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ryan vor Jahren beschlossen, dem Glauben abzuschwören. Als sein Bruder plötzlich bei einem Unfall stirbt, fällt es Jonathan schwer das Warum zu verstehen. Ihn ihm keimt der Verdacht auf, dass sein Bruder ermordet wurde. Er macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Jesus Jackson, dem er kurz nach dem Tod seines Bruder zufällig begegnet. Der spirituelle Berater versucht ihn auf seine Weise auf den richtigen Weg zu lenken.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
In diesem Buch geht es nicht um den Glauben an Gott, um Religion oder Spiritualität. Der Glaube an Gott soll einen nicht näher gebracht werden. In James Ryan Daleys Geschichte geht es um den Glauben an sich. Denn an irgendetwas muss man ja glauben, oder?

Jonathan jedenfalls glaubt an gar nichts. Als er neun Jahre alt war, hat er gemeinsam mit seinem Bruder Ryan entschieden, dass alle Religionen Humbug sind. Er bezeichnet sich selbst als Atheist und zieht sich damit den Groll seiner streng gläubigen Mutter auf sich. Er muss auf eine christlich-geprägte High School gehen und wird auch sonst von seiner Mutter in einen Glaube hineingedrängt. Als sein älterer Bruder stirbt, kann Jonathan seine Trauer zunächst nicht richtig erfassen. Er kann das "Warum" nicht begreifen und macht sich auf die Suche nach dem "Wie". War es wirklich nur ein Unfall?  Er fängt an zu ermitteln und entwickelt dabei detektivischen Spürsinn. Als er sich in die Ermittlungen verrennt, ist er aber auch kurz davor, sich selbst zu verlieren. 

Der Titelgeber "Jesus Jackson" ist oft ein wenig blass in dieser Geschichte. Von ihm hätte ich mir mehr Auftritte gewünscht, denn seine Rolle ging für mich doch etwas unter. Auch Jonathan war trotz seiner Präsenz an manchen Stellen etwas unscheinbar und für mich nicht greifbar. 

Der Schreibstil des Autors ist locker und jugendlich gehalten. Es passt zum Buch und zur Handlung. Wir erleben die Geschichte aus  Jonathans Sicht. Abwechselnd berichtet er aus der Vergangenheit, der gemeinsamen Zeit mit Ryan, und von der Gegenwart. Diese Übergänge waren nicht extra gekennzeichnet, sondern eher Gedankensprünge, die Jonathan hatte. Dadurch erfährt man ein wenig mehr von Ryan und deren gemeinsamen Weg sich mit Religionen und dem Glauben nach irgendwas Greifbaren auseinanderzusetzen.

Das ganze Geschehen ist ruhig, nicht sonderlich actiongeladen oder spannend. Die Handlung wird durch die Gedanken von Jonathan getragen.  Man kann sagen, dass es ein Buch der leisen Töne ist und damit dieses Buch durchaus liebenswert.

Am Ende bleiben viele Fragen offen, denn es gibt nicht auf alles Antworten. Besonders nicht auf die Frage nach dem richtigen Glauben. Aber ist das wichtig? Gibt es da überhaupt eine richtite Antwort darauf? Ich nehme für diese Antwort ein Zitat aus dem Buch:
 "Es ist egal, woran Du glaubst. Hauptsache Du glaubst an irgendwas". 
Das besagt doch alles und es steckt viel Wahres drin.


*~*~*Fazit*~*~*

"Jesus Jackson" ist ein Buch das zum Nachdenken anregt und nicht mit einer actiongeladenen Handlung protzen muss. Mir hat der Umgang und die Auseinandersetzung mit Religionen sehr gut gefallen. Leider wurde ich trotz allem mit der Handlung und den Protagonisten nicht immer warm.  An einigen Stellen hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht. 

Von mir gibt es



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